11. Dezember 2019

Was hat der Win­ter­tou­ris­mus mit dem Kli­ma­wan­del zu tun?

Klimawandel und Skifahren hängen eng zusammen – hat es keinen Schnee mehr, fällt der Wintertourismus weg. Wir erklären Ihnen, welche Auswirkungen der Klimawandel auf den Tourismus hat.

Wintersport ist nicht nur für viele Menschen eine grosse Leidenschaft, sondern hat auch eine grosse regionalpolitische und wirtschaftliche Bedeutung für die Berggebiete. Gleichzeitig ist der Tourismus für bedeutende CO₂-Emissionen verantwortlich.

Wie gross sind die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wintertourismus?

Der Wintertourismus spürt die Konsequenzen des Klimawandels auf unterschiedliche Art und Weise: Zum Beispiel startet der Winter später, aber auch die Schneebedeckung auf der Nordhalbkugel hat seit 1967 um 53 Prozent abgenommen. Zudem ist die mittlere Schneegrenze in den letzten Jahrzehnten um etwa 300 Meter angestiegen. Bis Ende des Jahrhunderts wird ein weiterer Anstieg der Schneegrenze um ca. 500 bis 700 Meter prognostiziert. Gemäss einer Studie von 2017 beginnt die Schneesaison in der Schweiz im Vergleich zu 1970 12 Tage später und endet rund 25 Tage früher. Sie ist also 37 Tage kürzer.

Die Temperatur wird weiterhin steigen und damit auch direkte Konsequenzen für unser Klima haben. Es liegt also an uns, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Nur dies hilft, den Klimawandel einzudämmen.

Welches ist die grösste CO₂-Emissionsquelle im Tourismus?

Die mit Abstand wichtigste Emissionsquelle ist der Verkehr, insbesondere die An- und Abreise der Gäste. Bis zu 75 Prozent aller CO₂-Emissionen eines Skigebiets stammen von der Anreise und der Rückreise. Aus diesem Grund will Andermatt Responsible in erster Linie beim Verkehr ansetzen und bietet verschiedene Mobilitätslösungen an.

Blick auf aperen Gletscher mit vielen Spalten

Wieviel CO₂ kann dank Andermatt Responsible eingespart werden?

Allein aus den beiden Mobilitätslösungen Andermatt Snow Express (Direktzüge Zürich HB - Andermatt) sowie Andermatt Ski Express (Direktbusse aus dem Unterland nach Andermatt) können über den ganzen Winter zwischen 126 und 201 Tonnen CO₂ eingespart werden. Darin nicht eingerechnet sind die regulären Angebote des öffentlichen Verkehrs. Zudem stammt die gesamte elektrische Energie von Andermatt+Sedrun+Disentis aus erneuerbaren Quellen und alle Immobilien von Andermatt Swiss Alps werden klimaneutral beheizt.

Soll/darf man überhaupt noch Wintersport betreiben?

Auf jeden Fall! Denn Schnee- und Wintersport ist nicht nur unsere Leidenschaft, sondern auch unser Business – und letztlich unsere Pflicht. Die beteiligten Akteure – Andermatt Swiss Alps, SkiArena Andermatt-Sedrun und POW Schweiz – wollen den Gästen im Winter tolle Augenblicke im Schnee bieten. Zudem ist für uns klar, dass der Winter-Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Region ist. Und das soll auch so bleiben. Darum wollen wir zur Natur Sorge tragen und uns engagieren. Wir verpflichten uns, die Umwelt zu schützen und eine Vorreiterrolle in der unternehmerischen Verantwortung sowie bei der Nachhaltigkeit anzunehmen. Um für immer im Geschäft zu bleiben, brauchen wir eine intakte Natur und Schnee. Dafür setzen wir uns ein.

Wo fin­de ich wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen zu Kli­ma­schutz im Win­ter­sport?

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