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Andermatt Swiss Alps

Wanderziegen auf dem Golfplatz

Letzten Mittwoch sind sie in Andermatt angekommen, die rund 80 Wanderziegen. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt mit Ziegen, die zum Entbuschen von Trockenwiesen eingesetzt werden, schützt eine Herde nun ein Gebiet des Andermatt Golf Course vor der Verwaldung.

Es ist ein ungewohnter Anblick am Rand eines Golfplatzes, aber beim Andermatt Golf Course ist eine ganze Herde von Ziegen für den Naturschutz im Einsatz. Zum möglichst umweltgerecht betriebenen Golfplatz mit seiner beeindruckenden Lage zwischen Bergen, Bächen und Felsformationen gehören auch sehr artenreiche Trockenwiesen. Da diese nicht landwirtschaftlich genutzt werden, drohen sie zu verwalden; insbesondere Erlenbüsche breiten sich rasch aus. Indem die Ziegen die Erlenbüsche abfressen, bleibt die Artenvielfalt erhalten und die Fairways und Greens säumen weiterhin wilde Wiesen mit zahlreichen seltenen Pflanzen, Schmetterlingen und Heuschrecken. Die Ziegen werden von Hirten begleitet und bleiben ungefähr einen Monat auf dem Land des Golfplatzes.

Projekt von Pro Natura und Kantonen

Den Einsatz von Ziegen zum Erhalt der Biodiversität im Alpenraum hat Pro Natura zusammen mit den Kantonen Graubünden und Uri in den letzten zwei Jahren getestet. Dabei haben die Wanderziegen mehr als 50 Hektare Trockenwiesen zwischen dem Churer Rheintal und dem Fuss des Furkapasses entbuscht. Nun kommen die Wanderziegen auf kleineren Flächen wie dem Andermatt Swiss Alps Golf Course zum Einsatz. Und das mit Freude: Ziegen fressen liebend gerne Laub, Sträucher und junge Bäume.

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